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  • Dr. Detlef Weber

Der kritische Pfad des Projekts läuft in die Krise?

Gerät der kritische Pfad selbst in die Krise, sind Sofortmaßnahmen angesagt – Mikromanagement allein hilft nicht mehr:

  • „Schleifen“ im Workflow (Mehrfach-Zyklen) vermeiden [ungeplante Korrekturen/Nacharbeiten oder sogar der Wiederholung einer Aktion (Re-Test)]

  • „Toolbox“-Trainings in das Standup-Meeting im Shopfloor/auf Tier1-Ebene integrieren. Beobachtete Fehler-Situationen ansprechen, und Fehler-Ursachen klären; somit Wiederholung von Fehlern vermeiden

  • Multi-Tasking in dieser Phase vermeiden. Der einzelne Mitarbeiter arbeitet eher fehlerfrei und zeitsparend effektiv, wenn er einen Vorgang abschließt, bevor er andere Vorgänge beginnt. Dieser Aspekt erfordert eine detaillierte Ressourcenplanung mit Backup und Urlauben. Es zählt nicht nur der „Headcount“, die „Skills“/Kompetenzen haben große Bedeutung dabei!

  • Bei komplexen Vorgängen in Engpaß-Phasen, die immer auch mit Stress einhergehen, empfiehlt sich ein Modus im „Peer-Review“ (Durchsicht entscheidender Unterlagen vor Abgabe) oder auch (zur Vorbereitung einer Aktion) ein „Witness“-Modus. Im ersten Moment scheint dies Mehrarbeit zu bedeuten, doch bei genauer Analyse reduziert sich die Zeit im Gesamt-Workflow (keine Doppelarbeit durch Mehrfach-Zyklen im Workflow)

  • Paralleles Arbeiten an mehreren gleichzeitigen Vorgängen einsetzen. Dieses nicht mit dem „Multitasking“ verwechseln! Das Parallele Arbeiten setzt ein ausreichend großes Team mit entsprechenden Qualifikationen voraus.


Jeder dieser Hinweise setzt einen Überblick der Gruppe für den kritischen Pfad voraus, als auch das Bewusstsein jedes Einzelnen für Qualität und Verantwortung am eigenen Arbeitspaket.


Das Heraushalten von Emotionen aus der Kommunikation gerade in einer kritischen Phase unterstützt darüber hinaus ein Arbeitsumfeld, in dem sich „Einer für Alle“ bereitwillig, flexibel und agil für das Erreichen des Gesamtzieles einsetzt.


Kritikgespräche zu auffälligen Emotionen sollte der Vorgesetzte in dieser Phase zeitnah und offen, aber möglichst konstruktiv führen. Anerkennende Worte und Gesten andererseits tragen im Team in dieser Phase besonders zur Beruhigung und Ausgleich bei.


Die Aufgabe, ein Team durch kritische Projektphasen zu führen, dabei zielorientiert vorzugehen, und die Vorgaben des Projektmanagements einzuhalten, erfordert neben der Fachkompetenz auch eine Methodenkompetenz im Umgang mit krisenhaften Situationen (Sandra Happel).


Aus meinen vorangehenden Posts geht hervor, wie ein Interim-Manager hier gesichert agiert (Harald Schönfeld, Dr.).

Innerhalb kürzester Zeit ist er in der Lage, die Situation zu analysieren, und mit dem Team schlagkräftig Maßnahmen zu formulieren und erfolgreich umzusetzen. Und ganz nebenbei entwickelt sich das Team und die Qualität seiner Arbeit um Stufen höher.


Im nächsten Post geht es dann um die Frage:

Wie kann ein HR-Projekt-Management im Vorfeld zum guten Ablauf des „kritischen Pfads“ beitragen?



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