• Dr. Detlef Weber

Hingehen, Hinsehen, Hinhören -

Der Rundgang „vor Ort“ (Gemba Walk) als Teil der Business Transformation



Wie oft gehen Sie als Führungskraft vor Ort, dahin, wo die Arbeit gemacht wird, um sich einen Überblick über die Bearbeitung aktueller Aufgaben zu verschaffen?


Es ist nicht die Häufigkeit, es ist die Effizienz dieser Rundgänge, die vor Ort Zeichen setzt, Verbesserungen ausschöpft – und der Transformation ihre „Energie“ gibt.


Eine gute Vorbereitung des Rundgangs, die Anmeldung / die Einladung hierzu an das Team, an einen Mitarbeiter, daran teilzunehmen, schafft Vertrauen und erhöht die Motivation zum offenen Dialog. Der Dialog nimmt Unsicherheiten der Mitarbeiter auf, ordnet sie in den Zusammenhang ein, um die Transformation als Chance zu beschreiben, einen sichereren Zustand zu entwickeln.

Die Mitarbeiter sollten die Methodik und die Ziele eines solchen Rundgangs kennen.

Diese Rundgänge werden als „Gemba Walk“ bezeichnet.


Im Sinne des Lean Managements ist das Ziel des Gemba Walks, Verschwendung/Ineffizienz zu erkennen, unsichere Situationen auszumachen – und dabei mit Mitarbeitern zu sprechen.


Das Aufspüren oder Nachweisen von Fehlern oder das Feststellen von Mängeln hat hierbei keine Priorität.

Offene Fragen erleichtern die Gespräche, so dass ein Dialog entstehen kann.

Je besser der Vorgesetzte vorbereitet ist (Projekte, Vorfälle, Besonderheiten vor Ort), umso besser kann ein passender Lösungsweg in der Transformation angesprochen werden.


Merkmal der Gemba Walk-Methodik ist dabei, dass der Vorgesetzte die Umsetzung der Lösung mit nachverfolgt. In welcher Weise kann er dabei dem Team die Erlaubnis zu einer Veränderungsmaßnahme geben und ist das Team in der Lage, deren Umsetzung autonom anzugehen? Der Gruppenleiter ist hier selbstverständlich mit einzubeziehen.


In vielen produzierenden Firmen ist der Gemba Walk bereits Teil eines festen „Kalenders“ zur Einbindung der Führungskraft in eine solche Vor-Ort-Begleitung der Business Transformation.

Die Fragen für den Dialog sind idealerweise aus den Situationen der 7 Verschwendungsarten standardisiert, und können sein:

Was tun Sie? – Wozu brauchen Sie dieses Gerät/Instrument/Formular? – Wohin gehen Sie? – Warum tun Sie das? – Was hat Sie während der Arbeit unterbrochen? – Worauf warten Sie? – Wieviel „xxx“ schaffen Sie?


Die Ergebnisse aus den Gemba Walks werden im Shopfloor-Management visualisiert. Die Visualisierung erzeugt eine positive Wahrnehmung der Veränderung. Diese Transparenz wird Mitarbeitern Ansporn sein, sich einzubringen.


Der Nebeneffekt, Mitarbeiter zu erkennen, die sich aktiv einbringen und diese über begrenzte Aufgaben zu fördern, darf nicht unterschätzt werden.

Mitarbeitern, die sich aktiv einbringen und Maßnahmen umsetzen, kann man auch eine Wertschätzung im Intranet formulieren.

Wie die Wertschätzung einzelner Mitarbeiter die Business Transformation unterstützt, demnächst hier mehr.


Sprechen Sie mich gerne an. Ich teile mit Ihnen meine Erfahrungen zum Gemba Walk und zeige Ihnen auf, wie dieser effektiv ein- und umgesetzt werden kann.

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